Dieses Blog durchsuchen

Rezension:Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn (DVD)

Catherine (Gwynet Paltrow), die Tochter eines Mathematik-Professors (Sir Anthony Hopkins) mit offenbar genialen Fähigkeiten, hat ihren Vater in seinen letzten Lebensjahren betreut. Ihr Vater litt unter Demenz.
Die 27 jährige Frau mit ebenfalls großer mathematischer Begabung vernachlässigt wegen der Betreuung ihres Vaters ihr Studium und ist aufgrund ihrer unerfreulichen Erfahrungen in den zurückliegenden Jahren ziemlich depressiv und unleidlich.

Hal, ein junger Mathematiker, der ihren soeben gerade verstorbenen Vater sehr verehrt, versucht emotionalen Zugang zu Catherine zu finden, doch die junge Frau wirkt sehr verstört. Sie führt fiktive Dialoge mit ihrem toten Vater und bekundet bei einer Rede anlässlich der Trauerfeier in der Kirche spontan ihren tiefen Groll gegenüber diesem Übervater. Die letzten Monate scheinen Catherine überfordert zu haben. Hal möchte eruieren, ob Catherines Vater, der während des Zustandes geistiger Umnachtung immer wieder lichte Momente hatte, in dieser Zeit noch brauchbare wissenschaftlich Notizen angefertigt hat und erhält von Catherine Unterlagen über mathematische Beweise, die spektakulär sind. Catherine behauptet plötzlich die Aufzeichnungen sind von ihr.


Ihre ältere Schwester bezweifelt dies ebenso wie zunächst Hall. Will Catherine auf Kosten Ihres Vaters Karriere machen oder ist sie verwirrt? Wie weit liegen Genie und Wahnsinn voneinander entfernt?
Catherines ältere Schwester verkauft das Haus der Familie unmittelbar nach der Beerdigung und bewegt Catherine dazu mit ihr nach New York zu gehen, um Abstand zu gewinnen. Schafft es Catherine sich von allen zu emanzipieren und ihren eigenen Weg zu gehen? Gelingt es ihr sich mental von ihrem toten Vater abzunabeln und zu zeigen, dass sie ebenfalls soviel drauf hat wie er?

Ein nicht uninteressanter Film über eine komplizierte Vater-Tochter-Beziehung, mit glänzenden schauspielerischen Leistungen, insbesondere von Sir Anthony Hopkins. Die Dialoge sind dem Sujet angemessen niveauvoll. Der Regisseur John Madden hat einen empfehlenswerten Film gedreht, der aufzeigt, dass übliche Vater -Sohn - Probleme auch in Vater-Tochter-Verbindungen auftreten können, dort aber ganz offensichtlich noch komplizierter aufzulösen sind.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen